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Details
Kategorie: Thailand und Burma 16
24. August 2016

Pagoden, Pagoden und ein gehöriger Schreck

Bagan ist weltberühmt für seine mehr als 3’000 Pagoden. Insgesamt hat die Stadt zusammen mit der Umgebung etwa 30’000 Einwohner, man rechne, wie religiös die Leute sind, oder zumindest waren! Am Morgen machten wir uns auf die Besichtigung einer ersten Gruppe von Bauwerken.

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Unser erster Besuch galt der Ananda Phaya Pagode, einer der schönsten der Gegend. Leider ist die Spitze zur Zeit gerade eingerüstet, da sie neu vergoldet wird. Wir machten zuerst nur einen Fotostopp von aussen, erst später besuchten wir sie auch im Innern.

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Eine weitere Gruppe von Pagoden in einem schön grünen Feld. Jetzt herrscht hier Regenzeit, was neben den gelegentlichen Regenspritzern auch mit schönen Feldern einhergeht. In der Trockenzeit ist die ganze Gegend staubig und braun verbrannt. Gerade in der jetzigen Jahreszeit ist es hier am fotogensten.

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Von der Anlegestelle unseres Bootes an wurden wir heute von einer Gruppe von Souvenir-Händlern und Händlerinnen verfolgt, welche uns Postkarten, Münzen, T-Shirts und anderen Tand verkaufen wollten. Damit sie uns mühelos verfolgen konnten, flitzten sie mit Motorrädern hinter dem Bus her. Teilweise richtig lästig, auch wenn ich immer klar zum Ausdruck brachte, dass ich nichts kaufe.

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In einer weiteren Pagode traf ich auf eine Gruppe von Frauen mit ihren Töchtern, die in einen Schwatz vertieft waren. Ich deutete an, dass ich gerne fotografieren möchte, was mir auch umgehend erlaubt wurde. Eine willkommene Abwechslung von der Unmenge an Pagoden und anderen Sakralbauten in meinen Bildern.

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Eine Mutter mit ihrer kleinen Tochter war im Gebet vertieft. Als ich das Paar fotografierte, begann die Kleine Faxen zu machen. Die Mutter liess sich nicht ablenken, ich bedankte mich anschliessend für ihre Geduld, was mit einem Lächeln quittiert wurde.

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Die Shwedzigon-Pagode gilt als der Prototyp der burmesischen Pagoden. Auch ihr oberer Teil ist zurzeit eingerüstet, damit sie neu vergoldet werden kann. Die Sonne kam gerade rechtzeitig für unseren Besuch hervor und liess das Gold wunderbar aufleuchten.

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Anschliessend kehrten wir zur Ananda Phaya Pagode zurück, um diese nun auch noch von Innen zu besichtigen. Ich publiziere hier keine Bilder von Buddha-Statuen, obwohl es hier unzählige Varianten davon gab. Stellvertretend für die Statuen soll hier ein Fussabdruck Buddha’s stehen, der hier verehrt wird. Dass es sich hier um ein Symbolbild handelt, wird einerseits schon durch die Grösse klar. Andererseits aber auch durch die Tatsache, dass sämtliche Zehen des Abdruckes identisch sind. Ein Sinnbild für die Vollkommenheit des Angebeteten?

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Auch in Myanmar haben die Smartphones in der Zwischenzeit Einzug gehalten. Viele Kiddies spielen auf ihren Geräten zwischen den Souvenir-Ständen rund um den Pagodeneingang. Selbst Buddha vermag die Faszination eines elektrischen Gerätes wohl nicht zu übertreffen.

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Die Ruhe rund um die Pagoden verhilft diesem jungen Mann zum dringend benötigten Schlaf. Sehr bequem sieht seine Stellung (oder Liegung?) für mich aber nicht aus. Ihm scheint es dabei wohl zu sein. Im weissen Holzschopf auf der rechten Seite gibt es einige Tontöpfe zu sehen, welche mit einem Brett gedeckt sind. Auf diesem steht jeweils ein Becher; im Topf befindet sich Wasser, welches durch die Verdunstung gekühlt wird. Diese Erfrischung steht jedermann zur Verfügung und wird von den Burmesen auch regelmässig benützt. Meine Darmflora hätte damit vermutlich weniger Freude, dann doch lieber ab und zu ein gut gekühltes Bier - erst nach Sonnenuntergang oder gerade dazu!

Beim anschliessenden Besuch einer weiteren Pagode, in der drei Buddha-Figuren auf engstem Raum eingemauert sind, hatten wir einen gehörigen Schock. Dieser Tempel wurde von einem König errichtet, der sich in Gefangenschaft befand. Um dieser Tatsache Ausdruck zu verleihen, bildete er die Buddha-Statuen ebenfalls als Gefangene ab. Im Gebäude ist es sehr eng und das Durchkommen schon unter normalen Umständen mühsam.

Gerade als wir in den Innenraum mit den Figuren gehen wollten, begann der Erdboden zu schwanken. Ein starkes Erdbeben mit der Stärke 6.8, welches sein Epizentrum nur knappe 50 km südlich hatte, erschütterte die Erde. Für mich das erste Beben, welches ich bewusst erlebte. Und zugleich ein gehöriger Schock, alle Besucher, sowohl Einheimische als auch Touristen, rannten aus dem Tempel, möglichst weit weg von allen Wänden.

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Das Beben dauerte eine gefühlte Ewigkeit, in Wirklichkeit waren es vermutlich lediglich einige Sekunden. In unserer Gruppe und in der Nähe kam niemand zu Schaden, es fielen einige Verputzteile herunter und in den Mauern zeigten sich Risse. Ein abschliessender Besuch einer Pagode, von welcher aus sich eine schöne Sicht auf die Ebene und den Irrawaddy ergeben hätte, war leider unmöglich, da die Polizei den Zugang zu ihr sperrte. Im Nachhinein wurde klar, dass viele Pagoden Schaden nahmen und auch zwei Personen getötet wurden. Ich hatte nochmals Glück!

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Den Sonnenuntergang erlebten wir dann vom Boden aus, das Abendlicht gab aber trotzdem schöne Bilder.

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Als wir losfuhren, bemerkte ich einen Regenbogen und bat unseren Fahrer anzuhalten. Ich stieg aus und wurde mit einem wunderbaren Licht auf eine Pagoden-Anlage sowie einem schönen Regenbogen belohnt. Ein schöner Abschluss eines interessanten und aufregenden Tages!
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