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- Kategorie: Winterreise 11 / 12 - Vietnam 11 / 12
Mũi Né - Saigon: Dragon Fruits in allen Stadien
Auf dem Weg von Mũi Né nach Saigon trafen wir heute Dragon Fruits (in anderen Teilen der Welt Pitahaya genannt) in allen Lebens-Stadien an. Bereits beim Frühstück ass ich die ersten reifen Früchte vom Buffet. Das somit letzte Lebensstadium der Frucht.

Die reifen Früchte werden in Scheiben geschnitten und vor dem Verzehr noch von der roten Schale befreit. Das Fruchtfleisch schmeckt leicht süsslich, hat aber nicht sehr viel Eigengeschmack.

Unterwegs trafen wir dann auf blühende Kakteen, das erste Stadium der Früchte. Riesige Blüten passen gut zu den ebenso grossen Blüten. Einer unserer Kakteen hat vergleichbare Blüten, nicht ganz so grosse allerdings und er produziert auch keine Früchte.

Die noch grünen Früchte an den Kakteen.

Die typischen Kulturen der Dragon Fruit, Auf Gestellen gezogene Kakteen, welche in langen Reihen angepflanzt werden.

Die roten aber noch nicht voll ausgereiften Früchte zieren die Kakteen.

An vielen Ständen entlang der Strasse werden die reifen Früchte verkauft. Drei Früchte bringen mehr oder weniger ein Kilogramm auf die Waage und kosten etwa einen Franken.

Am Nachmittag erreichten wir Saigon und nach einem kurzen Abstecher in unser Hotel (Hotel Nikko, neu eröffnete 5* mit einem Einführungsrabatt und einem Upgrade in die beste Kategorie) nahmen wir ein Taxi in die Innenstadt. Die Anzeige des Taxis freute mich, nicht nur wegen der einheitlichen Zahlen, sondern auch wegen der Temperatur.

Die Franzosen errichteten auch in Saigon ein Opernhaus im französischen Stil. Im Gegensatz zum Opernhaus in Hanoi ist hier keine Vietnam-Flagge zu sehen. Insgesamt erhält der Besucher von Saigon den Eindruck, dass hier die Privatwirtschaft viel stärker verbreitet ist, als in Hanoi. Saigon unterscheidet sich kaum von einer westlichen Stadt wie Bangkok. Lediglich der Verkehr ist speziell.

Moderne Architektur verbunden mit dem gigantischen Verkehr. Die 8 Millionen Einwohner (je nach Quelle gibt es unterschiedliche Zahlen, so genau weiss das wohl nicht einmal das Regime) sind meist mit Mopeds unterwegs. An den Kreuzungen stauen sie sich vor der Grünphase zu Hunderten. Nicht auszudenken, wie der Verkehr nach westlichem Standard mit Privatautos statt Mopeds funktionierte!
Eine Besonderheit des Verkehrs in ganz Vietnam sind die scharfen Polizeikontrollen. Unser Fahrer erzählte uns einige Geschichten: Die Polizisten ahnden Verstösse mit happigen Bussen und er meinte, sie steckten das Geld häufig in die eigenen Taschen. Er fuhr auf jeden Fall wie die meisten Fahrer pingelig genau am Limit, was gestern auf der Hauptstrasse Vietnams meistens maximal 50 kmh bedeutete! Eine Ausnahme des Anstandes sind Autos mit entweder blauen (Regierung, Beamte) oder roten (Armee) Nummern. Diese halten sich an keine Regel, weder Geschwindigkeit noch rechts Überholen sind ihnen tabu.
Eines nicht allzu fernen Tages wird Vietnam die bestehende Strasse 1A als Hauptverbindung zwischen Saigon im Süden und Hanoi im Norden durch eine Autobahn ersetzen müssen. 1‘850 km mitten durch ein langes Dorf sind heute schon sehr aufwendig, bei noch mehr Verkehr werden sie aber unzumutbar.

Ich hoffe, dass keiner meiner Leser Elektriker ist, sonst lehne ich schon mal jede Verantwortung für allfällige Gesundheitsschäden nach dem Betrachten dieser Installation ab. Kein Einzelfall, sondern in Saigon an jeder Hausecke so zu sehen.
Zur Feier des Tages leisteten wir uns eines der besten Restaurants Vietnams, das Mandarin. Hier gehts zum Menu.
