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- Kategorie: Winterreise 12 / 13 - Laos 13
Wasserfälle am Mekong
14 km fuhren wir heute mit gemieteten Fahrrädern auf unserer Wohninsel. Das Ziel waren die Wasserfälle, über welche der Mekong hier eine Stufe im Gelände überwindet. Was auf den ersten Blick flach aussieht, ist aus dem Velosattel mit nur einem Gang alles andere!

Nach der Anfahrt zu den Fällen legten wir zuerst eine kurze Pause in diesem Kaffee ein, wo wir uns mit einem kühlen Wasser erfrischten. Mitten in der Pampa offerierte dieses kleine Geschäft sogar ein gratis WiFi!

Das Mail-Symbol wurde direkt bei Google abgekupfert. Der Zugriff auf die Mails klappte auch hervorragend. So gut, dass wir gerade die Details unserer nächsten Unterkunft per Mail klären konnten. Das hätte selbstverständlich auch bis zu unserer Rückkehr ins Hotel Zeit gehabt, aber erledigt ist nun mal erledigt.

Die Möbel waren sehr originell: Das Sofa besteht aus aufeinander geschichteten Bambus-Stangen. Diese wurden in Sofa-Form zurecht gestutzt. Aussehen und Bequemlichkeit sind bei diesem Modell aber sicher nicht auf derselben Ebene. Die Hängematte ist besonders originell: Ein Bambusrohr wurde in der Mitte in feine Streifen geschnitten und dann wurden die Querstreben eingewoben! Erfinderisch muss man sein!

Beim Anblick dieser Stromschnellen waren wir schon etwas enttäuscht: Ein richtiger Fall sieht anders aus! Die Natur fand das selbstverständlich auch und gab sich noch etwas mehr Mühe.

Knapp 20 Höhenmeter überwindet der Mekong hier. In der jetzigen Trockenzeit führt der Fluss zwar immer noch viel Wasser, in der Regenzeit müssen diese Fälle aber noch viel imposanter sein. Uns ist die Trockenzeit mit blauem Himmel und nicht allzu viel Wasser viel lieber als die Regenzeit mit viel Wasser, dafür aber grauem Himmel!
Der Mekong teilt sich hier im Gebiet der 4000 Inseln in unzählige Seitenflüsse auf, alle müssen sie die Stufen überwinden, was zu vielen grösseren und kleineren Wasserfällen führt. Der Mekong war hier für die Schifffahrt unterbrochen, die Franzosen wollten die Fälle mit einer Eisenbahn überwinden. Noch heute zeugen zwei verrostete Lokomotiven von den Versuchen.

Das Wasser sucht sich seinen Weg durch die Felsen und lässt sich durch nichts abhalten.

Nach den Fällen grub sich dieser Teil des Mekong in die Landschaft ein. Viele Jahrtausende hatte er dafür ja Zeit.

Weiter flussabwärts vereinigen sich die einzelnen Teilströme des Mekong wieder zu einem einzigen Fluss. Hier wird die ganze Breite des riesigen Flusses klar.

Ein Sunset-Cruise am frühen Abend gab uns interessante Einblicke in den Alltag der lokalen Fischer und Bauern. Vor diesem eindrücklichen Baum trafen wir einige Wasserbüffel.

Wir begaben uns heute wie auch schon gestern freiwillig ins Spital: Unser Hotel L'Auberge Sala Done Khone war das ehemalige Spital dieser Gegend.

Unser Zimmer liegt in diesem Gebäude, einem ehemaligen Bettenhaus der Institution. Grosse Zimmer mit Tropenholzböden, von denen alle Erinnerungen an die Spitalvergangenheit abgekratzt wurden. Nicht erinnert mehr an den ehemaligen Verwendungszweck.
