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- Kategorie: Winterreise 12 / 13 - Laos 13
Von nicht so kleinen Grünen und ganz grossen Grauen
Von der Don Khone Insel aus setzten wir mit einem Langboot zum Fährhafen über. Eine halbe Stunde auf dem Mekong brachte uns zur Anlegestelle. Der Fährmann liess die Passagiere aussteigen und lud das Gepäck aus. Das war dann auch schon die ganze Dienstleistung. Von der Anlegestelle bis zum Busbahnhof waren es noch etwa 200 m über ein sandiges Ufer und eine steile Rampe hinauf. Mit zwei Koffern und dem übrigen Gepäck ein eher schwieriges Unterfangen, vor allem da ich schon genügend mit mir alleine zu tun habe. Glücklicherweise half uns ein Franzose mit dem Gepäck, so dass wir den nächsten Transport ohne Probleme erreichten. Einheimische könnten hier ein gutes Geschäft machen, wenn sie den Touristen mit dem Transport des Gepäckes behilflich wären. Aber auf diese Idee kam wohl noch niemand.
Ein Verkehrsmittel, dass uns auf dieser Reise noch fehlte, war ein öffentlicher Bus. Mit einem solchen fuhren wir heute vom südlichsten Punkt unserer Laos-Reise bis hin zum km 48, einer Kreuzung der Hauptstrasse in Richtung Pakse mit einer kleinen Nebenstrasse. Wir reservierten zwei Nächte in der Kingfisher Eco Lodge, die etwa 10 km abseits der Hauptstrasse liegt. Die Instruktionen waren, dass wir uns vom Bus bei km 48 absetzen lassen sollten und dort würde ein TukTuk auf uns warten, welche und in die Lodge brächte. Konjunktiv überall!
Also stiegen wir bei der Kreuzung aus dem Bus und siehe da, das TukTuk stand bereit! Die 10 km über eine Staubstrasse waren gerade genug: Unser Gepäck war unter der roten Staubschicht kaum mehr wieder zu erkennen.

In der Lodge trafen wir zuerst auf ein grünes Monster: Eine riesige Heuschrecke, die sich bei mir auf dem Rücken offensichtlich wohl fühlte. Gut und gerne 10 cm ohne die nochmals so langen Fühler! Ich nehme an, dass mein grünes Hemd dieses Untier anzog.

Ein ganz anderes Kaliber war dieses grosse graue Tier. Ein riesiger Elefant, der sich an der Vegetation gütlich tat. In diesem Naturschutzgebiet leben noch einige wilde Elefanten zusätzlich zu vielen, die kommerziell für Ausritte von Touristen eingesetzt werden. Früher wurde die Elefanten vor allem in den Wäldern zum Transport der grossen Baumstämme verwendet. Heute findet logging zum Glück kaum mehr statt und die Riesen werden zunehmend arbeitslos.

Den Schlusspunkt macht für einmal eine Blume: Eine feuerrote Passionsblume fanden wir im Garten der Lodge. Das rot ist sehr kitschig, aber überhaupt nicht digital nachbearbeitet! Die Früchte der Passionsblumen trafen wir in Laos leider nur sehr selten bei den Frühstücksbuffets. Eigentlich schade, denn diese sind ausserordentlich schmackhaft und wir lieben sie heiss.
