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- Kategorie: Winterreise 12 / 13 - Sri Lanka
Weihnachten am Indischen Ozean bei schönem Wetter
Unsere Wette mit der Umkehr der Reiseroute hat sich voll ausgezahlt. Bereits am frühen morgen weckte uns die Sonne und wir machten uns schleunigst auf den Weg in den Süden von Colombo. Unser Ziel war Bentota, einer der Orte mit vielen schönen Hotels am Meer.

In Kalutara steht eine relativ neue Dagoba, die Ganga Tilaka Vihara (Dagoba am schwarzen Fluss). Ganz in weiss gehalten, liegt sie am Ufer eines der grossen Flüsse Sri Lankas, des Ganga Tilaka.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Dagobas ist diese innen begehbar. Zur unserer Überraschung enthielt sie ähnlich den russischen Puppen eine weitere, kleinere Dagoba in ihrem Innern. Diese ist dann aber nicht mehr weiter begehbar. Damit entzieht es sich unserer Kenntnis, ob in deren Innern wiederum eine Dagoba zu finden wäre und dann wiederum eine weitere ...

In Beruwela legten die ersten Araber auf der Insel Ceylon an, sie waren auf der Suche nach Gewürzen und anderen Landesprodukten. An dieser Stelle legten sie damals an. Nicht nur suchten sie nach Spezereien, sie brachten auch den Islam auf die Insel, dem noch heute 7.5% der Bevölkerung (70% Buddhisten, 15% Hindus, 7.5% Moslem und 7.5% Christen) angehören. In Beruwela besteht noch heute die älteste Moslem-Gemeinde Sri Lankas.

Eine grosse Moschee thront über dem Hafen des kleinen Ortes. Von dort aus hat man einen schönen Rundblick über den Fischerhafen und die Ortschaft in der Distanz.

Im Hafen liegen viele Fischerboote, die nachts aufs offene Meer hinaus fahren, um am Morgen vollbeladen mit Fischen zurück zu kommen. Das Meer rund um Sri Lanka (die Sieges Insel) ist immer noch sehr reich an Fischen. Viele lokale Gerichte basieren denn auch auf Fisch als Proteinquelle. Fisch ist allerdings wie fast überall auch hier recht teuer und die meisten Einheimischen können sich nicht täglich Fisch leisten. Von Fleisch schon gar nicht zu sprechen.

Bereits auf dem Weg nach Beruwela fielen uns die vielen Stände auf, an denen Trockenfisch verkauft wurde. Kaum aus dem Auto ausgestiegen, bemühte ich mich, möglichst schnell wieder einzusteigen, da der Geruch dieser Fische für mein empfindliches Näschen fast zu viel war.

Unterhalb der Moschee werden die Fische auf der Hafenmole in langen Reihen zum Trocknen ausgelegt.

Die Fische werden einfach in der Mitte aufgetrennt und dann auf den Boden gelegt. Ab und zu werden sie gewendet, damit beide Seiten gleichmässig trocknen können. Ob sie während der periodischen tropischen Regengüsse aufgesammelt werden, konnten wir mangels Regen glücklicherweise nicht feststellen.

Nicht nur Menschen finden Gefallen am Trockenfisch, auch diese Krabbe lässt sich ein leckeres Essen nicht entgehen. Das Leben ist ja sonst schon anstrengend genug, wenn man immer seitwärts gehen muss.

In Bentota fanden wir ein neu eröffnetes Hotel. The Surf, welches noch nicht viele Gäste aufweist. Ehrlicherweise muss ich aber gestehen, dass nicht wir das Hotel fanden, sondern dass Andrew es für uns buchte. Es gehört zur selben Hotelkette wie unser erstes Hotel in Colombo, das Galle Face Hotel. Somit erhielten wir das Zimmer zu einem sehr guten Preis. Der Strand besteht aus sehr feinen, hellen Sand und das Hotel verfügt zudem noch über zwei schöne Pools.
Das Nachtessen war heute besonders gut, da sich die ganze Mannschaft zu Weihnachten besonders ins Zeug legte. Das Menu zusammen mit einigen Bildern der Gerichte findet sich hier.
