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- Kategorie: Winterreise 12 / 13 - Sri Lanka
Tee, das Gold Sri Lankas
In der Gegend um Nuwara Eliya wird der beste Tee Sri Lankas angebaut. Wobei ich mich bei dieser Aussage auf die Kenner der Materie verlassen muss, da ich in diesen Dingen ein absoluter Banause bin. Tee hat für mich ausschliesslich etwas mit Krankheit zu tun.

Die Landschaften, in denen Tee angebaut wird, sehen immer sehr schön aus: Da die Teesträucher alle paar Tage gepflückt werden, bleiben die Sträucher alle nahezu gleich hoch. Gepflückt heisst im Fall von Tee, dass pro Zweig jeweils die obersten 3 Blätter geerntet werden, welche dann zu Tee weiter verarbeitet werden. Alle 6 Jahre werden die ganzen Sträucher bis tief an den Boden zurückgeschnitten, damit sie anschliessend wieder neue Triebe bilden.
Die ganze Gegend sieht aus, als ob sie mit einem feinen Teppich überzogen worden wäre. Vor dem Tee wurde hier viel Kaffee angebaut. Plötzlich raffte jedoch ein Virus die Kaffeesträucher dahin und die Engländer stellten dann die Produktion auf Tee um. Das war offensichtlich sehr erfolgreich!

Neben Tee ist diese Gegend auch bekannt als Produktionsort für Gemüse. Knackig frisch wird es entlang der Strasse zu sehr günstigen Preisen verkauft. Alleine schon die Farben lassen Lust auf knackigen Salat und schmackhafte Gemüsegerichte aufkommen!

Eine andere Ansicht der Teelandschaft. Der kleine Bach führt sehr viel Wasser, da es während der letzten Wochen hier sehr viel regnete. Entlang der Strasse sind auch viele kleinere und grössere Erdrutsche entstanden, welche die Strassen häufig nur einspurige befahrbar lassen.

Ein Blick in eine Verarbeitungsanlage für Tee. Hier werden die gepflückten Blätter während 14 Stunden getrocknet (5 kg geerntete Blätter ergeben 1 kg Rohsubstanz für Tee).

Die getrockneten Blätter werden anschliessend hier weiter verarbeitet. Einerseits wird der meiste Tee zuerst fermentiert (ausser dem Grüntee), anschliessend von den dickeren Stengeln getrennt, gemahlen und abgefüllt.

Der verarbeitete Tee lagert in grossen Säcken. Er wird einerseits in diesen grossen Gebinden an Grossisten geliefert, andererseits aber auch in kleinere Portionen aufgeteilt und in höher wertigen Packungen direkt verkauft.

Ein weiterer grosser Wasserfall, der vom Hochplateau hinunter stürzt.

Unser Auto wurde gestern auf einem Stück schlechter Strasse mit vielen Baustellen stark verschmutzt. Andrew hatte am Abend keine Gelegenheit mehr, eine Auto-Reinigung auf zu suchen. Er fühlte sich in seinem schmutzigen Gefährt nicht mehr wohl. Zumal auch das magnetische Schild an der Seitentüre, welches ihn als Fahrer für Colombos Galle Face Hotel ausweist, kaum mehr sichtbar war. Und darauf ist er zu Recht sehr stolz.

Ein findiger Einheimischer richtete an einem Bach eine Autowasch-Anlage ein, wo er einen guten und kostengünstigen Service anbietet. Das Wasser entnimmt er weiter oben dem Bach und leitet dieses über eine lange Leitung bis zum Waschplatz, wo es mit hohem Druck aus den Schläuchen schiesst und die Autowäsche so zum Kinderspiel macht. Andrew war ganz froh, dass sein Auto anschliessend wieder schön glänzte (und auch Galle Face wieder sichtbar war)!
