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- Kategorie: Winterreise 12 / 13 - Sri Lanka
Ein Tag in Kandy endet mit viel Spektakel
Wieder einmal ein ganzer Tag ohne einen Tropfen Regen, Juhui!

Bereits am frühen Morgen erhielten wir Besuch: Auf der Terrasse vor unserem Zimmer liess sich eine ganze Affenfamilie nieder. Glücklicherweise hielten wir die Fenster während der Nacht geschlossen, sonst wären unsere Koffer nun leer und wir hätten den Tag mit Einkaufen verbracht.

Das grösste Heiligtum für Sri Lankas Buddhisten ist der sogenannte Zahntempel. Im Gebäude mit dem goldenen Dach wird ein Eckzahn Buddhas aufbewahrt. Oder allenfalls auch nur eine Kopie davon, so ganz klar ist das nicht. Es wird berichtet, dass die ersten Kolonialherren, die Portugiesen diesen Zahn nach Goa in Indien entführten und ihn dort zerstörten. Alles natürlich im Namen der kath. Kirche, da Buddhismus in deren Auge ja nichts anderes als Götzenverehrung darstellt. Ob ein echter Zahn oder eine Kopie, der Tempel wird trotzdem immer von vielen Pilgern besucht.

Der Tempel vom Haupttor aus gesehen. Buddhisten tragen meist weisse Kleider, wenn sie einen Tempel besuchen, was der ganzen Szene einen feierlichen Eindruck verleiht.

Die Pilger stauen sich vor dem absoluten Zentrum des Tempels. Die Einheimischen bringen immer viele Blumen (Seerosen und Lotus sind die Favoriten) mit und legen diese im Innern des Tempels als Opfergaben ab.

Dieses Schild hängt an einer Wand der grossen Halle. Fotografieren ist zwar erlaubt, aber Leute dürfen nicht auf den Bildern sein. Soll mir mal jemand erklären, wie das gehen soll! Ich konnte mich jedenfalls nicht an die Regel halten.

Ein weiteres Wahrzeichen Kandys ist die grosse Buddha-Figur auf einem Hügel am gegenüberliegenden Ende der Stadt. Die Treppe führt gerade so zur Statue hinauf, dass Buddhas Augen genau im Blick haben, wer zu ihm hochsteigt. Auch diese Figur ist an die 20 m hoch!

Der Blick von der Buddha-Statue aus zeigt den See der Stadt, auch dies ein Stausee zur Sicherstellung der Bewässerung während der Trockenzeit. Das gelbe Gebäude vorne rechts ist das lokale Gefängnis, welches mitten in der Stadt steht. Links am Bildrand ist das goldene Dach des Zahntempels zu sehen.

Den frühen Abend verbrachten wir in einer Aufführung traditioneller Tänze aus der Gegend von Kandy. Trommelmusik bildete einen sehr lauten Klangteppich unter den verschiedenen Darbietungen. Ein Tellerjongleur zeigte seine Künste. 10 Teller hielt er gleichzeitig rotierend in der Luft. Eine beachtliche Leistung, die dann auch mit gebührendem Applaus bedacht wurde.

Eine Figur aus der Mystik, deren Bedeutung uns verschlossen blieb. Zwar erhielten wir eine Beschreibung des Stückes in Englisch, aber auch so verstanden wir kaum etwas. Die Farbenpracht machte das fehlende Verständnis aber wett.

Eine weitere Figur, die einen kurzen Auftritt hatte. Die dramatische Musik wies auf eine tragische Rolle hin.

Eine Gruppe von Tänzerinnen in schönen Kostümen.

Zwei Feuerschlucker zähmten das Feuer ihrer Fackeln.
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Hier ein kleiner Ausschnitt aus der Performance mit Ton. Die Trommler vollführten ein gigantisches Spektakel. Als die Vorstellung nach einer guten Stunde zu Ende war, trommelte und pfiff es in unseren Ohren noch einige Zeit weiter!

Eine weitere Ansicht der Tänzer mit ihren farbigen Kostümen. Auch im Bild die verschiedenen Musiker: Trommler sowie ganz rechts ein Bläser mit einer Art Trompete, welche einen infernalischen Lärm verursachte.
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Den Abschluss der Vorführung machten zwei Feuerläufer, welche unter lautem Rufen über brennende Holzkohlen gingen. Offensichtlich kennen sie einen Trick, wie sie den heissen Kohlen widerstehen können, ohne sich gröbere Verletzungen zuzufügen. Ich würde mich nicht getrauen, ihnen dies nachzuahmen.
