- Details
- Kategorie: Winterreise 11 / 12 - Australien 12 - Teil1: Sydney to Cairns
Regenwald im Norden Australiens mit allerlei „Gruusigem“

Rund um Cairns im Norden Australiens steht noch viel Regenwald, der über eine unglaubliche Vielfalt an Vegetation und Fauna verfügt. Fauna ist zwar fast etwas gross gegriffen, da nur sehr wenige Tiere überhaupt sichtbar sind. Ab und zu lässt sich ein Känguruh blicken, die Vögel sind meist nur hör- jedoch im dichten Wald kaum je sichtbar.

Schon etwas öfter sind Schmetterlinge zu sehen, doch ihre im wahrsten Sinne flatterhafte Natur macht es sehr schwierig, sie zu fotografieren. Zumal das Licht im Wald nicht eben stark ist und die Hitze der Geduld des Fotografen - oder in diesem Fall der Fotografin - schnell mal Grenzen setzt. Mit mehr Licht könnte die Belichtungszeit etwas kürzer sein und die Flügel wären trotzdem noch gestochen scharf. Aber seit wann nimmt die Natur Rücksicht auf die Fotografie!

Jede noch so kleine Unachtsamkeit des Wanderers wird im Wald umgehend streng bestraft: Diese Palme verfügt über brutale Stacheln am Stamm. Vor allem wohl um Fressfeinde am Hochsteigen zu den Blättern zu hindern. Der Unvorsichtige wird aber schmerzhafte und langanhaltende Erfahrungen mit der Pflanze machen. Das feucht-heisse Klima lässt Verletzungen ohnehin nur langsam abheilen, doppelte Vorsicht ist also bei jedem Schritt geboten.

Schmetterlinge beginnen ihr Leben als Raupen und sehen in diesem Lebensabschnitt eher monströs aus. Insbesondere die drei blauen Dornenpaare neben und direkt hinter dem Kopf sind furchteinflössend und sollten jeden Fressfeind beeindrucken.

In den Tropen leben auch unglaublich viele Arten von Spinnen. Dank meines Makro-Objektives und viel Schweissfluss gelangen einige schöne Bilder. Diese Exemplar mit den schwarzen und gelben Streifen sieht fast wie eine Krabbe aus, ist aber mit seinen 3 mm Breite doch viel kleiner. Für uns Menschen (hoffentlich!) absolut harmlos.

Eine weitere krabbenförmige Spinne, diesmal schwarz mit gelben Punkten. Sie ruht gerade im Netz aus oder wartet auf den nächsten Fang.

Grelle Farben scheinen bei den Spinnen gerade en vogue zu sein. Auch wieder schwarze und gelbe Farben am Körper, die Beine aber rot-schwarz-gelb gestreift. Dieses Exemplar misst von den Hinter- bis zu den Vorderfüssen gute 6 cm! Was der Zweck der Zickzack-Muster im Netz ober- und unterhalb der Spinne ist, weiss ich nicht. Ich könnte mir aber vorstellen, dass die Strukturen etwas mit der Stabilität des Netzes zu tun haben oder zum Ausgleich von Schwingungen dienen. Oder auch etwas ganz anderes.
Spinnen zählen nicht zu meinen Lieblingstieren, trotzdem fasziniert mich die Vielfalt der Arten doch immer wieder. Solange ich sie durch das Objektiv bewundern kann und nicht berühren muss, ist eigentlich alles in Ordnung.
