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- Kategorie: Atlantik, USA und Mexico 14 - Teil 3 Mexico
Baja California, eine der trockensten Regionen Mexicos - meinten wir
Heute morgen waren wir kaum am Frühstück, als der Regen einsetzte. In Baja California ist der Regenfall sehr sporadisch, es gibt Jahre, wo es kaum regnet und wiederum solche mit sehr starken Regenfällen. Ab und zu trifft ein tropischer Wirbelsturm auf die Halbinsel und lässt sehr viel Regen fallen. August, September und Oktober sind die regenreichsten Monate. Im Jahresdurchschnitt fallen in San José del Cabo 288 mm Regen, dies ist vergleichbar mit der Schweiz, bei uns fallen 260 mm pro Jahr. Bei sämtlichen meinen bisherigen Besuchen in Baja Califonia sah ich nie Regen, ich nahm deshalb fälschlicherweise an, dass es hier wirklich kaum je regnet: Weit gefehlt! Und die Moral von der Geschicht: Man (er) soll nicht von einigen Besuchen auf immer schliessen!
Wie üblich assen wir draussen, als der Regen einsetzte. Bereits nach einer knapen Minute war der Spuk vorbei, lediglich auf der Glasplatte des Tisches blieben einige kleine Tropfen zurück. Die Temperatur fiel nicht merklich.
Die Tische und Stühle zeichneten sich durch den Regen und die schon wieder durch die Wolken dringende Sonne auf dem Boden ab.
Wir machten uns auf den Weg ins Gebirge, wir wollten die abgelegene Gegend erkundigen. Nach etwa 20 km kamen wir in ein Hochtal auf gut 600 m.ü.M., von hier aus wären es quer durch die Halbinsel an den Pazifik nochmals etwa 60 km gewesen, dies auf staubigen Naturstrassen. Wir entschieden uns deshalb, umzudrehen.
Ein Ficus wächst hier über einen Felsbrocken, so dass er ihn nahezu vollständig umschliesst. Die selbe Baumart nennt sich auch Strangler Fig (Würgefeige), sie stützen sich häufig an Wirtsbäumen und erdrücken diese im Laufe der Zeit. An diesem Steinbrocken kann sich die Feige aber buchstäblich die Zähne ausbeissen.
Ein Blick ins Tal hinunter, in der Ferne regnen die Wolken gerade ihre nasse Fracht aus.
