- Details
- Kategorie: California mit Freunden 16
Der Tiefpunkt der Reise auf -282 Fuss oder -85.5 m
Als ich heute früh erwachte, verdunkelte eine Wolke Teile des Himmels. Eine ungewohnte Sicht währed der letzten Tage und so gar nicht zu den Wetterprognosen passend. Feuerwehr und Polizei fuhren mit heulenden Sirenen am Hotel vorbei.
In der Nähe meines Hotels war ein grösserer Buschbrand im Gang. An einem Berghang brannte ein grosses Stück Gelände und entwickelte einen höllischen Rauch. Das Hotel war zu keinem Zeitpunkt in Gefahr, der Brand war einige hundert m entfernt und der Rauch zog in eine andere Richtung.
Mein erstes Ziel war heute der Mono Lake mit seinen Tuffstein-Formationen in der Nähe meines Hotels. Da der Rauch aber genau in diese Richtung zog, liess ich mein Vorhaben bleiben. Ich wollte nicht den ganzen Tag wie ein Rauchwürstli riechen.
Ein etwas grösserer Baum fing ebenfalls Feuer und endete als lodernde Fackel mit viel schwarzem Rauch. Der während vieler Monate fehlende Regen liess die Vegetation in dieser Region austrocknen und bereits beim kleinsten Funken lodert ein ganzer Berghang auf.
Ich machte mich auf den Weg in Richtung Death Valley, wo ich eines der weltweit am tiefsten gelegenen Hotels gebucht hatte. Weiter gegen Süden war der Himmel wieder wolkenlos, die Sierra ist bereits weitgehend schneefrei, lediglich zuoberst auf den Spitzen der um die 3’000 m hohen Berge liegt noch etwas des weissen Zeugs.
Auf der linken Strassenseite bemerkte ich bald einmal den ersten Joshua-Tree (Yucca brevifolia), von denen es in einem südlicher gelegenen Nationalpark, dem Joshua-Tree Nationalpark noch viel mehr gibt. Diesen werde ich vielleicht auch noch besuchen, je nach weiterer Reiseroute.
Im Death Valley Nationalpark selber gibt es einige kleine Dünen, die Stovepipe-Wells. Ein Baum wuchs früher auf der Düne, ist aber schon seit vielen Jahren tot und nur mehr ein Gerippe. Immerhin gibt er so ein interessantes Bild in dieser kargen Landschaft.
Auf dem Weg zu meinem Hotel durchfuhr ich die Meereshöhe - lässt sich das so sagen? Auf jeden Fall werde ich die Nacht unter dem Meeresspiegel verbringen, dies allerdings in einer trockenen Gegend, ganz sicher ohne einen Schnorchel zum Atmen. Allerdings mit Klimaanlage, denn heute betrug die Temperatur zeitweise über 125 Grad Fahrenheit oder 51.7 Grad Celsius. Nach dem Nachtessen wollte ich noch auf der Terrasse meines Zimmers sitzen bleiben und einen Kaffee trinken. Das Ansinnen gab ich jedoch schnell auf, denn die Temperatur lag auch um 21:30 noch bei weit über 30 Grad. Bei fliessendem Schweiss auf der Terrasse sitzen, macht nicht wirklich Spass. Ungewohnt für mich zog ich mich ins kühlere Zimmer zurück.
Am tiefsten Punkt Nordamerikas gibt es bei -85.5 m etwas Wasser, ich wollte dort ein Bad nehmen, liess aber bald von meinem Vorhaben ab.
Einige Stellen im Death Valley Nationalpark sind äusserst farbenfroh. Dieser Ort wird Artists Palette genannt. Es sieht beinahe so aus, als ob ein Kunstmaler hier seine Farben mischte. In Wirklichkeit war es wohl eher ein Vulkan, dessen Auswürfe die Farben hinterliessen. Wie dem auch sei, interessant ist es allemal.

Heute war es öfter so heiss, dass mein iPhone sich abkühlen musste. Ich fuhr ohne Klimaanlage, weshalb die Temperatur im Innern des Autos sehr hoch war. Nach jeweils einigen Minuten hatte sich das iPhone soweit abgekühlt, dass ich es wieder einsetzen konnte. Seltsamerweise konnte ich diesen Screenshot speichern, auch wenn sonst gar nichts ging.
