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- Kategorie: Winterreise 11 / 12 - Laos 12
Mekong Flussfahrt und eine Höhle voller Buddha-Figuren
Anderthalb Stunden Fahrzeit flussaufwärts von Luang Prabang liegen zwei Höhlen (Pak Ou), welche mit den typischen Langbooten gut erreicht werden können. Wir machten heute einen Ausflug zu diesen Höhlen.

Die Stimmung am Fluss war heute wiederum sehr mystisch. Die Bauern in dieser Gegend von Laos brennen zu zwischen März und April ihre Reisfelder ab, um für die kommende Regenzeit gerüstet zu sein. Dann werden die Reissetzlinge ausgebracht und dafür müssen die Felder richtig vorbereitet sein. Leider erzeugt diese Verbrennung sehr viel Rauch, der einerseits die Luft düster macht und andererseits mit der Zeit in den Augen brennt. Diese „Slash and Burn“ Methode ist hier leider immer noch sehr stark verbreitet.

Eines der Langboote, welches auf dem Mekong eingesetzt wird. In diesen Booten sitzt man recht bequem und geniesst eine angenehme Fahrt. Die Boote sind nicht allzu schnell unterwegs, auch der Lärm des Motors hält sich in Grenzen.

Der Mekong führt zur Regenzeit sehr viel mehr Wasser als jetzt, der Pegelstand liegt dann mindestens zwei Meter höher. Dieser Baum wurde während seines Lebens schon oft ausgespült, was ihn aber offensichtlich nicht schädigt. Das Wurzelwerk liegt weitgehend offen.

Unterwegs besuchten wir noch ein kleines Dorf, wo viele Textilien hergestellt werden. Vom oberen Rand des Ufers ergab sich dieses Bild mit unserem Boot am Ende des langen Steges aus Bambus. Der während der Trockenzeit vom fliessenden Wasser abgetrennte Tümpel ist vom Algenbewuchs tief grün und verströmt einen intensiven Geruch.

Einige der schönen Stoffe, welche im Dorf hergestellt und auch verkauft werden. Ich staune immer wieder, wie viele Läden in einem so kleinen Ort betrieben werden und wie wenig Umsatz dann pro Tag erzielt wird. Aber offensichtlich muss sich das Geschäft lohnen, sonst würden kaum so viele Leute ihr Glück damit versuchen.

Einige der etwa 5‘000 Buddha-Figuren, welche in den Höhlen aufbewahrt wurden. Die meisten dieser Figuren wurden während des Indochina-Krieges hier vor Plünderungen in Sicherheit gebracht. Viele hundert Figuren sind heute noch hier und stellen eine der grossen Touristen Attraktionen dar, sie werden täglich von vielen hundert Besuchern angesteuert.

Andere Figuren in der zweiten Höhle. Die grösseren Figuren sind etwa 30 bis 40 cm hoch, die kleinen nur etwa 4 cm.

Von der ersten Höhle aus liegen die Langboote direkt etwa 50 m tiefer auf dem Fluss. Die Treppe hinauf zu den Höhlen ist recht mühsam zu gehen, die einzelnen Tritte sind unterschiedlich hoch und dazu kommt noch die Hitze. Mir lief auf alle Fälle der Schweiss in Bächen hinab, der Mekong stieg dadurch zwar nicht an, aber mein T-Shirt war anschliessend völlig durchnässt.

Am ersten Abend in Luang Prabang genossen wir in unserem Hotel ein landestypisches Nachtessen dessen erster Gang als Seaweed angekündigt war. Wir konnten uns keinen Reim darauf machen, heute wurde dann aber alles klar. Tatsächlich ernten Einheimische Seetang-Blätter aus dem Mekong, welche als Basis für das Essen dienen. Ungewohnt, aber mit den Sesam-Samen sehr schmackhaft. Heute bestellten wir diese Vorspeise in einem anderen Restaurant zum wiederholten Male.
Morgen steht bei uns ein Ausflug mit einem grauen Tier im Zentrum des Tages.
